JiuJitsu

Im JiuJitsu/JiuJutsu (1, 2) werden praktikable Selbstverteidigungs- und Nothilfe-Techniken gelehrt (Nothilfe bedeutet, einer anderen Person zu helfen, die angegriffen wird).

Während in der reinen „Selbstverteidigung“ eher knappe, funktionale und dabei extrem durchsetzungsstarke Techniken, Aspekte der körperlichen Leistungsfähigkeit und Bewusstsein für Gefahrensituationen eingeübt und trainiert werden, befassen wir uns im JiuJitsu mit einem deutlich breiteren Technikspektrum, das moderne und auch traditionelle Techniken und –Variationen umfasst und auch Gegen- und Weiterführungstechniken umfasst (letztere sind Folgetechniken, die funktional anwendbar sind, wenn man die erste Technik nicht erfolgreich durchsetzen konnte). Damit ist im JiuJitsu-Training mehr „Fluss“ und mehr Dialog, als in der „harten“ Selbstverteidigung, und für jeden Interessierten und Wissbegierigen geeignet.

Ebenso unsere Selbstverteidungseinheiten, die aber besonders für Einsteiger(innen!) und jene geeignet sind, die konkrete Selbstverteidungstechniken möglichste schnell erlernen möchten

Damit eng verwandt ist das Karate-Jitsu –Training, bei dem wir die vielfach interpretierbaren traditionellen Karate- (und damit meist Kata-) Technikfolgen analysieren und in anwendbare Nahkampftechniken tradieren.

Für viele Einsteiger in dieser Sparte, auch hochgraduierte Danträger, erstaunlich ist die Technikvielfalt, die in den bekannten Karateformen enthalten ist. Bewegungen werden völlig neu interpretiert und ergeben, vielleicht erst dann, in der Katafolge wirklich einen Sinn. Dabei geht es keinesfalls darum, ‚festzulegen‘, wie eine Bewegung interpretiert werden ‚muss‘, sondern lediglich um das Aufzeigen verschiedenster sinnstiftender Möglichkeiten. Kein „richtig“ oder „falsch“, sondern eine Bereicherung.

Als Beispiel sei hier der mit uns eng befreundete Sensei Prof. Dr. Rick Clark zitiert, der für die „einfache“ Bewegung des „Tiefblocks“ mehr als 75 funktionierende Technikinterpretationen, vom Schlag auf einen Angriff, über Hebel bis hin zu Würfen, lehrt.

Auch dies zeigt, dass man in den Kampfkünsten nie „am Ende“ ankommt, sondern dass sich, je mehr man selbst beherrscht und versteht, umso mehr neue Möglichkeiten bieten!

Anfängergeeignet sind alle angebotenen Trainingseinheiten. Wer unschlüssig ist, sollte einfach vorbeikommen und alles ausprobieren!

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Fußnoten:

1 Es gibt verschiedene Schreibweisen dieses ursprünglich aus dem Japanischen entlehnten Begriffes, die aber letztlich alle dasselbe, Nahkampf- bzw. Selbstverteidigungstechniken, meinen; lediglich die Schreibweise „Ju Jutsu“ beschreibt eine in Deutschland aus Techniken mehrerer verschiedener Kampfkünste entwickelte Kampfsportart.

2 Jiujitsu, Jujitsu, Jiujutsu u.ä.: Sammelbegriff für Verteidigungs- und Kampftechniken bzw. Kampfsysteme in den Kampfkünsten. Dieser Begriff hat sich im Westen durchgesetzt; synonym kann auch der Begriff Taijitsu / Taijutsu verwendet werden. Die Bedeutung ist identisch. In anderen Zusammenhängen werden mit Taijitsu Bewegungskünste im Allgemeinen bezeichnet, wozu dann auch jene gezählt werden, die nicht kämpferischer Natur sind

 
 
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